Im Nordosten von Baden-Württemberg, vor den Toren der Landeshauptstadt Stuttgart, liegt der Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald. Mit einer Fläche von rund 900 km² umfasst er den Raum zwischen den Städten Backnang, Heilbronn, Öhringen, Schwäbisch Hall, Gaildorf, Lorch und Schorndorf. Hier leben etwa 110 00 Menschen. Die Höhenlage reicht von 200 m ü NN im Sulmtal bis 586 m ü NN bei Gschwend und Großerlach. Die Klimatönung variiert von mildem Weinbauklima mit einer Jahresdurchschnittstemperatur um 9°C und 800 mm Jahresniederschlag bis zum kühlfeuchten Reizklima (7,5°C und 1100 mm) in den Hochlagen. Mit dem Prädikat „Naturpark“ wurde 1979 eine naturnahe und reichstrukturierte Kultur- und Erholungslandschaft ausgezeichnet. Der Naturpark ist zu 53% mit Wald bewachsen und setzt sich aus den fünf Naturräumen Welzheimer Wald im Süden, Murrhardter und Mainhardter Wald im Zentrum sowie Löwensteiner und Waldenburger Berge im Norden zusammen. Im Mai 2007 wurde der Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald als Qualitätsnaturpark ausgezeichnet. Dieses Prädikat können derzeit lediglich15 von 96 Naturparken vorweisen.
Natürliche und kulturelle Schätze
Den Naturpark prägen romantische Schluchten, geheimnisvolle Klingen und Grotten mit Wasserfällen, bizarre Felsgebilde, urwüchsige Wälder und artenreiche Feuchtwiesen in idyllischen Bachtälern. Aber auch markante Aussichtspunkte, zahlreiche Badeseen, historische Mühlen, Zeugen der Scheiterholzflößerei und der Waldglashütten sowie Reste des Weltkulturerbes Limes sind natürliche und kulturelle Schätze, die es zu entdecken gilt.